Aerifizieren der Grüns
Am Dienstag, den 23.09.2008 wurden unsere Grüns aerifiziert. Regenerationsmaßnahmen im Greenkeeping - Vertikutieren, Aerifizieren, Besanden - Muß das sein ?
Unter Aerifizieren versteht man die Belüftung einer Rasenfläche.
Mittels einer Maschine werden 5 bis 9 cm tiefe und 2 cm dicke Löcher in die Rasenfläche gestochen und diese nachträglich wieder mit Sand verfüllt. Die Stachel, mit denen die Löcher erzeugt werden, können hohl (Spoons) oder massiv sein. Durch den auch Stacheln genannten Vorgang wird die Rasenverdichtung aufgebrochen, es erfolgt ein Gasaustausch, somit wird das Bodenleben der äroben Bakterien und das Rasenwachstum gefördert. Im Anschluss an das Aerifizieren wird eine Nachsaat und eine Düngung durchgeführt.
Auf Golfgrüns wird die Gesamtfläche nach dem Aerifizieren nachgesandet und eingeebnet (abgeschleppt), siehe Topdressing. Ein verwandter Arbeitsgang ist das Vertikutieren. Aerifizieren wird meist vor einem saisonalen Wachstumsschub des Rasens durchgeführt, also Anfang Mai oder Mitte August. Je nach Boden- und Klimaverhältnissen kann dieses auch variieren, so dass Flächen öfter aerifiziert werden. Bei der Verwendung von kleinen Spoons wird ein Besandungsgang nicht unbedingt durchgeführt (z. B. um eine nasse Stelle zu belüften).
Mit Topdressing bezeichnet man das Einebnen einer Rasenfläche mit Sand. Dieser Arbeitsgang wird häufig auf Golfgrüns nach dem Aerifizieren durchgeführt. Nach dem Abkehren des Bodenaushubs werden die Ärifizierungslöcher mit Sand gefüllt und die vorhandenen Bodenunebenheiten mit Sand geglättet. Als Topdressingmaterial sollte der gleiche Sand wie in der Rasentragschicht verwendet werden. Nach einem Topdressinggang wird die behandelte Fläche nachgesät. Topdressingsand wird im trockenem Zustand eingebaut. Der Sand muss unkrautfrei sein. Daher wird er nach Möglichkeit in einer Halle zwischengelagert, um ihn vor Regen und Unkrauteintrag zu schützen.